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27 JUL

2020

Zuweisung von Vermögenswerten , Nadège Dufossé , Themen

Wie sicher können wir den Marktverlauf im 2. Halbjahr 2020 einschätzen?

In der ersten Hälfte des Jahres 2020 überrumpelte Covid-19 die Weltwirtschaft mit der Geschwindigkeit und Unberechenbarkeit eines „Schwarzer-Schwans“-. Eigentlich hatten die Regierungen weltweit eine recht gute Vorstellung, was im Falle einer globalen Pandemie zu erwarten sei. Doch nur sehr wenige waren wirklich vorbereitet oder qualifiziert ausgerüstet, um die schwierigen Entscheidungen zu treffen, die dadurch nötig wurden. 

Besonders schwer vorherzusehen, waren das Ausmaß und die wirtschaftlichen Auswirkungen der strengen Lockdowns, die in allen großen Volkswirtschaften verhängt werden mussten, um der wenig bekannten, aber tödlichen Infektion zu begegnen. Nur etwa ein Jahrzehnt nach der globalen Finanzkrise entfesselten die Zentralbanken und Regierungen weltweit beispiellose Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft, da die Vermögensbildung gegenüber der Besorgnis über die zukünftige Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen in den Hintergrund rücken musste. 

Wir glauben jedoch nicht, dass wir in diesem Jahr einen weiteren „Schwarzen Schwan“ sehen werden. Ebenso gehen wir angesichts der verschiedenen epidemiologischen Unsicherheiten, die noch auf uns zukommen, nicht davon aus, dass sich die Märkte mit der Vorhersagbarkeit eines „Weißen Schwans“ verhalten. Im Juni erholte sich die Wirtschaftsaktivität kräftig, da Länder in Asien und Europa begannen, ihre Lockdowns vorsichtig aufzuheben. Während wir versuchen, uns in den Grauschattierungen der „Schwanskala“ für die Märkte zurechtzufinden, bemühen wir uns taktisch, wachsam und flexibel zu bleiben und halten uns bereit, auf plötzliche Schwankungen zu reagieren, sobald sie eintreten. 

Wir hatten die Engagements in risikoreicheren Anlagen in unseren Portfolios im Januar und Februar erfolgreich reduziert und unser Engagement in Gold aufgestockt, das sich in Zeiten der Unsicherheit in der Regel gut entwickelt. Dies wirkte sich sowohl im Abschwung als auch während der jüngsten Erholung vorteilhaft aus. Während die Märkte auf den „Schwanengesang“ des Jahres 2020 zusteuern, bevorzugen wir in unseren Portfolios Anlagebereiche, die nicht nur attraktiv bewertet sind sondern auch mehr als andere von der Konjunkturerholung und der Unterstützung durch Zentralbanken und nationale Regierungen profitieren dürften.

 

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